Es spricht das Huhn, „Nun ist’s genug! Schluss mit der Eierei!
Fortan will ich’s so nicht mehr tun!“, und ruft den Hahn herbei.
Es eilt der Hahn zum Huhne hin, vom Haufen fort aus Mist.
Drauf fragt das Huhn, was wohl der Sinn des Eierlegens ist.
Es zürnt das Huhn „Was ich hier tu, ist letztlich einerlei.
Mach mir viel Müh, doch immerzu, ist morgens fort das Ei!“
Es spricht der Hahn: „Mein liebes Huhn, das ist der Lauf der Welt.
Das Ei, das nimmt der Bauer fort, verkauft’s und zählt das Geld.“
Es denkt das Huhn und knirscht verstimmt: „Ich werd‘ noch nicht Mal Mutter!
Geb hier mein Bestes, knie mich rein – bekomm nur mieses Futter?!“
Es nickt der Hahn, das Huhn bleibt stumm – dann setzt es Bein nach Bein,
geht hin zum Stall, zur Hühnerschar und schwört die Truppe ein.
Es spricht das Huhn in jenem Stall zu seinen vielen Schwestern:
„Kein Ei liegt morgen Früh im Nest! Wir sind doch nicht von gestern!“
Es setzt das Huhn die Rede fort: „Schluss ist’s nun mit dem Legen!
Bis wir nicht bessres Futter sehn, soll sich hier nichts bewegen.“
Es kommt der Bauer morgens hin, um Eier aufzulesen.
Die Nester leer, das Huhn, es ruft: „Die Mätzchen sind gewesen!
Es dampft das Huhn, ist außer sich, und wäscht den Kopf dem Bauern.
„Dein mieses Futter schmeckt nach Dreck – du lässt uns hier versauern!“
Es denkt der Bauer: Gottverdammt, das Huhn ist ziemlich schlau,
und sagt zum Huhn: „Wir lösen das ganz ohne den Radau.“
Es spricht der Bauer: „Liebes Huhn, was meinst du, wenn ich sage,
dass ich euch fette Würmer geb, genau ab diesem Tage?“
Es nickt das Huhn, ein Flügeldruck besiegelt den Vertrag
Der Bauer spricht: „Geh vor zum Stall, ich hol schnell, was ich hab.“
Es stolzt das Huhn zur Truppe hin, verkündet das Gelingen.
Das Gackern laut, der Jubel groß, aus Flügeln werden Schwingen..
Es tritt der Bauer an den Stall mit einem sanften Lächeln
DANN KNALLT ER DAS TOR ZU VERRIEGELT DIE FENSTER LÄSST DIE SCHEISS HÜHNER ELENDIG VERRECKEN UND HOLT SICH NEUE.