Heja, Heja, FDP, wer kommt denn da geritten?
Der Christian ist’s und hat am Start zwei frisch gemachte Titten.
Mit denen spritzt er alten Wein in gut gefüllte Bäuche.
Vorm Boobjob hingen da nur noch zwei alte, schlaffe Schläuche.
Sie hingen da, schwer ob der Mär vom Trickle-Down-Effekt.
Dass die nicht mehr beim Wähler zieht, hat Chris noch nicht gecheckt.
So schmettert er das alte Lied vom unbegrenzten Wachstum.
Und wettert gegen Vater Staat und Bürgergeld und Nichtstun.
Schwafelt von Fortschritt und KI, „Blubb first. Bedenken second.“
Den Lobbyisten stets im Blick und ihm die Eier leckend.
Gut sieht er aus, der Chrischieboy, fast irgendwie wie dreißig.
Wenn Christian auch nichts wirklich schafft: sein Beautydoc ist fleißig.
Die Jünger brüllen laut im Chor: „Jawohl, der Markt, der regelt!“
Wer sich nicht anstrengt, liefert, macht, wird eben rausgekegelt.
Was Chris nicht ahnt, dass dieser Style kaum zündet noch beim Wähler.
Hat dieser doch zu oft erfahrn: Mein Kreuz bei Gelb? Ein Fehler.
Doch Chris macht weiter! Kämpft er doch für einen freien Markt.
Selbst wenn auf jenem, ungebremst, Faschismus neu erstarkt.
Sei’s drum, denkt Christian, ist halt so. Hauptsach‘ die Aktien steigen.
Wenn’s Geld bringt, spielt die FDP zum Einzugsmarsch die Geigen.
©keimreim